JEAN MONNET PROJEKT: "EU-BASISWISSEN FÜR DEN UNTERRICHT ENTWICKELN UND IN DER GWK- UND GSPB- LEHRERINNENFORTBILDUNG ANWENDEN"

Um sinnvolle Reformen im europäischen Projekt durchführen zu können, ist eine verstärkte Bürger*innenbeteiligung notwendig. Da die Schulen die einzigen Institutionen sind, die alle europäischen Bürger erreichen, ist die europäische Erziehung in den Schulen entscheidend, um auf eine aktive Teilnahme an der EU vorzubereiten und die Demokratie in der EU funktionieren zu lassen. Die Studie "Entspricht die LehrerInnenausbildung und -fortbildung in Österreich zum Thema EU-Basiswissen im Unterrichtsfach Geographie und Wirtschaftskunde den aktuellen Anforderungen?" kommt zunächst zu dem Ergebnis, dass das Angebot an Lehrveranstaltungen zum Thema EU-Wissen in der GWK- LehrerInnenfortbildung und insbesondere in der GWK- LehrerInnenausbildung in Österreich große Defizite aufweist und daher den aktuellen rechtlichen und gesellschaftspolitischen Anforderungen nicht gerecht wird. Darüber hinaus wird deutlich, dass der Erwerb eines Kernwissens zum Verständnis des politischen Geschehens notwendig ist. 
Basierend auf dieser Bedarfsanalyse wurde 2019 der Verein „Fokus Europabildung“ gegründet mit dem Ziel, die Europabildung in der Gesellschaft und besonders in der LehrerInnenfortbildung der Fächer „Geographie und Wirtschaftskunde“ und „Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung“ zu stärken. Das 1. Projekt des Vereins „EU-Basiswissen für den Unterricht erarbeiten und in der GWK- und GSPB- LehrerInnenfortbildung anwenden“ zählt zu den 285 im Antragsjahr 2019 genehmigten Jean Monnet Aktivitäten. Weltweit wurden insgesamt 1315 Projektanträgen eingereicht. Im Rahmen des Projektes wird ein mehrseitiges Skriptum zum Thema EU-Grundwissen für den Unterricht der Sekundarstufe 1 und 2 mit Schwerpunkt auf die Fächer Geographie und Wirtschaftskunde (GWK) und Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung (GSPB) entwickelt. Das Skriptum soll als Basiswissen für die verantwortlichen LehrerInnen dienen. Basierend auf den Ergebnissen werden Schulbücher verschiedener Verlage der Sekundarstufe 1 und 2 der Fächer GWK und GSPB analysiert und neue Konzepte entwickelt. Innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit werden Lehrveranstaltungen mit dem Titel „Europapolitische Bildung im GWK- und GSPB- Unterricht“ an der Pädagogischen Hochschulen Wien angeboten. Die erste Lehrveranstaltung hat bereits im Wintersemester 2019/20 stattgefunden.

 

EVENTS

 

UPCOMING EVENTS:

“PROUD TO TEACH EUROPEAN CITIZENSHIP”, BILDUNGSREISE, IDEENAUSTAUSCH MIT ANDEREN EUROPÄISCHEN INSTIUTIONEN, BRÜSSEL,  APRIL 2022

DIE MECHANISMEN DER EU VERSTEHEN - EU-BASISWISSEN IN BAUSTEINEN, DONNERSTAG 25.NOVEMBER 2021, PH WIEN 

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RESULTS

1.    Das SkriptumEU-Basiswissen für den Unterricht“ 

Im ersten Projektjahr wurde das Skriptum “EU-Basiswissen für den Unterricht” erstellt. Dieses wurde bereits in den Lehrveranstaltungen an der PH Wien an die TeilnehmerInnen digital weitergegeben.  

Das Funktionieren der EU wird hier auf Basis des Völkerrechts dargestellt wird. Eine zentrale Innovation des Skriptums ist, dass die Begriffe „Primärrecht“ und „Sekundärrecht“ erstmalig in der Literatur für den Schulbereich verwendet werden, mit der zentralen Aussage, dass die EU nur die Kompetenzen ausüben darf, die ihr von den Verträgen (Primärrecht) übertragen wurde und die primärrechtlichen Ziele nur durch die Schaffung von Rechtsakten (Sekundärrecht) erreicht werden können.

2.    Das Modell „EU- Basiswissen in Bausteinen“ 



Im zweiten Projektjahr wurde an einer Methode geforscht, mit dem Ziel ein Modell zu erstellen, das die Frage „Wie funktioniert die EU eigentlich?“ auf möglichst einfachem Weg veranschaulicht. Das Ergebnis ist das Modell „EU-Basiswissen in Bausteinen“. Je nach Wissenstand und Schulstufe können dem Modell Bausteine beigefügt und entfernt werden. 

 
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